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Devil May Cry 4

Nach einer langen Wartezeit dürfen sich alle Dante-Anhänger wieder in ein Hack`n´Slay Abenteuer der Extraklasse stürzen. Und diesmal kommen auch alle Xbox Fans voll auf ihre Kosten, denn Teil 4 ist der Erste der nicht exklusiv bei Sony erscheint. Doch viele waren schon vor dem ersten Anzocken enttäuscht, schließlich spielt man den größten Teil des Spiels mit Nero und nicht mit dem coolen Dante. Aber keine Angst, Dante-Fans kommen auch nicht zu kurz und können sich schon auf sarkastische Kommentare und abgefahrene Kämpfe freuen. Nero hingegen sieht zwar auf den ersten (und auch zweiten) Blick aus wie eine jüngere Version von Dante, ist vom Charakter her aber sehr verschieden.

Die Story erinnert sehr an Anime und Manga Storys und ist wirklich sehr interessant präsentiert. Dante ermordet vor laufendem Publikum das Oberhaupt von Neros Gemeinde. Nero soll daraufhin Dante töten, doch erst im Laufe des Spiels wird klar, wer der wahre Feind ist. Die Story wird sehr liebevoll mit unzähligen Videosequenzen erzählt, die allesamt sehr gelungen sind und den Flair der Vorgänger haben. Ich will jetzt aber gar nicht zu viel von der Story verraten, schließlich ist diese wirklich sehr spannend und ich will euch ja nicht die Überraschung verderben.

Das Gameplay hat sich im Vergleich zu den Vorgängern aber nicht verändert. Es gibt immer noch das gute alte Old-School-System. Nur ab und zu wird das Spielgeschehen mal von einigen Rätseln aufgelockert. Aber den Großteil eurer Devil-May-Cry-Zeit verbringt ihr mit Abschlachten und zwar mit Knarre und Schwert, wie es sich für einen richtigen Dämonenjäger gehört. Dabei ist das Spielgeschehen längst nicht so monoton wie es scheint, ihr könnt nämlich zahlreiche Moves ausführen, die für ordentlich Abwechslung sorgen. Egal ob ihr euch mit Dante in der Luft dreht und dabei wild um euch ballert oder mit Nero die Gegner schon aus der Entfernung mit dem Schwert fertig macht, auch beim 100. gleichen Gegner hat man noch seinen Spaß. Außerdem gibt es da noch das neue Gameplay-Element, nämlich den Devils-Bringer von Nero. Dahinter verbirgt sich eine Dämonen-Hand mit besonderen Eigenschaften. Mit dieser Hand könnt ihr eure Feinde zu euch herziehen, durch die Luft schleudern oder auf den Boden knallen. Später im Spiel könnt ihr damit auch Rätsel lösen, die Dante niemals alleine schaffen könnte. Eine tolle Neuerung!

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Devil May Cry Serie sind die gnadenlosen riesigen Bossgegner. Vom brennenden Beril, bis hin zur fliegenden 200-Meter-Statue, sind diese Widersacher definitiv der Höhepunkt im neuen Devil May Cry. Zwar müsst ihr gegen einige von ihnen 3 mal kämpfen, aber das ist in Ordnung, weil die Bossgegner wirklich genial gemacht wurden und selbst der 20. Kampf gegen sie noch Spaß macht. Ihr seht schon DMC4 hat einen hohen Wiederspielwert, das liegt vor allem an den vielen Items und Fähigkeiten die ihr euch freispielen könnt, außerdem ist das Spiel frei von schlechten oder langweiligen Stellen. Dazu kommt noch, dass man immer wieder seine eigene Highscore und die von anderen DMC Playern brechen will. Genauso, wie wir es von Resident Evil-Entwicklern gewöhnt sind.

Auch die Grafik ist durchaus gelungen, die Effekte und die Charaktermodelle suchen ihres Gleichen. Nur die Texturen sind etwas schwach ausgefallen, außerdem gibt es Ladevorgänge an Stellen an denen es vollkommen störend ist, wie zwischen 2 Videosequenzen. Auch der Sound ist nicht alles, die Soundeffekte sind nahezu perfekt gemacht, aber während des Kampfes hört man immer ein-und-dasselbe Metal-Lied, obwohl dieses gut klingt und super dazu passt, ist hier etwas mehr Abwechslung bitter nötig.

Wertung:
 
Grafik:     17/20    
Sound: 16/20
Gameplay: 17/20
Steuerung: 19/20
Spielzeit: 18/20

Gesamt: 

Fazit:

Devil May Cry 4 ist für alle, die auf Highscore-Games stehen, möglichst viel Action brauchen oder einfach nur mal abschalten wollen, Pflicht. Dabei erlebt man stylische Dämonen-Action, die in etwa mit Ninja Gaiden vergleichbar ist, allerdings sind die Kämpfe bei DMC noch eine Spur abwechslungsreicher. Die Grafik ist gut und die Story ist interessant, Devil May Cry-Fans kommen garantiert auf ihre Kosten und alle die es noch werden wollen, auch.





 
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