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Assassins Creed

Ich muss euch wohl nicht erklären, dass Assassins Creed einer der sehnlichst erwarteten Titel des letzten Jahres war. Doch eines vorweg, das Spiel wird dem gigantischen Hype nicht gerecht und hat wohl viele Spieler enttäuscht, aber nichts desto trotz ist Assassins Creed ein unglaubliches Action Adventure, dass man gespielt haben muss.

Assassins Creed setzt in vielen Dingen neue Massstäbe, darunter auch die Story und wie sie erzählt wird. Das eigentliche Geschehen spielt in der Zukunft und ihr spielt Desmond, der in Verbindung mit den Assassinen (einer uralten Organisation die sich für eine bessere Welt einsetzt) steht. Mit Hilfe einer Maschine, die Animus genannt wird, könnt ihr in die Gedanken eures Vorfahren reisen. Euer Vorfahre (Altaia) war einer der besten Assassinen und lebte vor 1000 Jahren. Klingt schon ziemlich verrückt oder? Aber keine Sorge, die Story wird noch besser und bietet einige Überraschungen. Außerdem kommt ihr immer wieder in die Zwickmühle zwischen Gut und Böse und ihr denkt darüber nach ob es richtig war, einen bestimmten Mord zu begehen. Das gesamte Spiel baut stark auf Dialoge auf und anstatt das ganze in einer einfachen Videosequenz zu erzählen, könnt ihr während Menschen mit euch reden immer wieder die Kamera umstellen und sogar selbst herumgehen. So wirkt das Spielgeschehen lebendiger und schlicht und einfach interessanter. Außerdem wurden die Dialoge perfekt deutsch synchronisiert.

Durch seine Überheblichkeit hat Altaia das Credo der Assassine gebrochen und ist Schuld am Tod eines Kollegen. Um das Vertrauen seines Meisters wiederzugewinnen muss euer alter Ego 9 Menschen töten. Euer Meister erklärt euch dies hätte den Zweck, dass die Welt ein besserer Ort wird, doch den wirklichen Grund erfahrt ihr erst ganz zum Schluss des Spiels. Nun müsst ihr in eine der 3 riesigen Städte Damaskus, Arkon oder Jerusalem reisen, um dort hinzukommen, reitet ihr quer durch das wunderschön gemachte Reich von König Richard. Richards Königreich ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack, das richtige Abenteuer erwartet euch erst in den gigantischen Städten. Und hier kommt das besondere des Spiels zum Einsatz die wirklich frei erkundbare Stadt, ihr könnt jede noch so hohe Mauer erklimmen, von Gebäude zu Gebäude springen und euch todesmutig in einen Heuwagen stürzen. Alles ist möglich und somit macht das Spiel richtig Spaß für alle die gerne alles mögliche erkunden und ausprobieren möchten. Wer sich jetzt denkt >>Oh Gott Nein nicht schon wieder ein Game mit komplexer Steuerung<< der liegt definitiv falsch, denn Assassins Creed bietet zwar eine neuartige Steuerung und bedarf einer relativ langen Einspielzeit, aber wenn man den Hacken erst mal raus hat, kann man sich Steuerungstechnisch nichts besseres mehr vorstellen. Das Gute an der Steuerung ist, dass Altaia mitdenkt und so müsst ihr nicht jedes mal auf Springen drücken wenn ihr vor einer Kante steht. Ihr müsst lediglich R und A (bezieht sich auf die Xbox Version) gedrückt halten und euer mittelalterlicher Auftragskiller springt agil über Häuserschluchten. Wer jetzt denkt, >>so wird das Spiel ja viel zu einfach!<<, der hat sich getäuscht, denn man muss immer noch schauen wo man hinrennt und das ist gar nicht so einfach. Wenn euch mal Wachen entdecken sollten könnt ihr vom Action Modus ganz leicht in den unauffälligen Modus wechseln, dank der L-Taste. Somit nehmen euch die Wachen nur als einfachen Zivilisten wahr und nicht als potenzielle Bedrohung. Solltet ihr dennoch entdeckt werden, heißt es nichts wie weg und in einem Heuwagen oder in einer Dachterrasse verstecken. Egal welche Bewegung Altaia gerade ausführt,sie sieht so realistisch aus wie in keinem anderen Spiel zuvor und glaubt mir, ihr könnt eine ganze Menge Bewegungen vollführen.

Die Missionen selbst sehen dabei schon einseitiger aus. Jedes mal wenn ihr in einer Stadt seid, müsst ihr zuerst einen Aussichtsturm finden, damit ihr das Assassine Büro in dieser Stadt findet. Hier erfahrt ihr dann, welchen Unhold ihr möglichst unauffällig ermorden sollt, doch zuvor müsst ihr noch Beweise und Hinweise finden, hierbei heißt es je mehr Infos gesammelt werden, desto leichter wird der Auftrag. Die Hinweise könnt ihr allerdings nur auf 4 verschiedene Arten ergattern: Jemanden bestehlen, Jemanden belauschen, die Infos aus Jemandem  rausprügeln oder einem anderen Assassinen helfen. Die Beweis-Sammelei wiederholt sich nicht nur ständig, nein sie ist auch weitestgehend unnötig. Wenn ihr genügend Infos über das Opfer gesammelt habt, geht es jetzt endlich zum Hauptteil des Spiels, denn Mordanschlag. Diese Attentate sind wahrlich der Höhepunkt des Spiels, allerdings sind sie viel zu selten. Jedes Attentat ist einzigartig und wesentlich abwechslungsreicher, als die Informationssuche, die ihr zuvor machen musstet. Während anfangs noch wenige Wachen euer Objekt der Begierde bewachen, ist es später schon eine ganze Armee. Unerkannt bleiben ist das Stichwort, aber das ist nicht so einfach, wie gesagt, und deshalb müsst ihr ab und zu eure Klinge zücken.

Das Kampfsystem ist wie das ganze Spiel extrem gut durchdacht. In herkömmlichen Action Adventures heißt es nur angreifen, angreifen und ab und zu blocken. Bei Assassins Creed wartet ihr das richtige Timing ab und könnt so eure Gegner mit coolen Moves zur Strecke bringen. Trotz des genialen Kampfsystems kommt nach dem 10. Gegner Langeweile auf. Um den Kampf zu vermeiden könnt ihr eure Widersacher auch mit Wurfmessern oder dem berüchtigten Dolch mit einem Schlag erledigen. Ihr könnt auch zu den Fäusten greifen, wenn ihr keine Aufmerksamkeit erregen wollt.

Kommen wir zu einem anderen Thema, nämlich der Grafik und diese ist, wie ihr sicher alle wisst, schlicht und einfach überwältigend. Messerscharfe Texturen, wunderbare Effekte und realistische Bewegungen, sind nur ein kleiner Teil der Grafikpracht. Das Ausmaß der Grafikperle wird erst sichtbar wenn ihr hoch oben auf einem Turm eine Stadt betrachtet und immer noch Menschen herumwuseln seht und und jedes Haus so schön aussieht, als würdet ihr nur wenige Meter davor stehen. Die Charaktere selbst wurden auch unglaublich liebevoll gemacht und sahen in noch keinem Spiel zuvor so gut aus. Um es allgemein Auszudrücken: Assassins Creed ist neben Crysis wohl dass grafisch schönste Spiel das es je gab. Und das komplett ruckelfrei (zumindest in der Xbox Version).

Genauso viel Arbeit wie in die Grafik hat das Entwicklerteam auch in der historischen Genauigkeit gesteckt. Jeder Charakter, den ihr ermorden müsst hat wirklich zur damaligen Zeit gelebt und ist sogar in dem Jahr in dem das Game spielt gestorben. Die Städte wurden detailgetreu und historisch korrekt nachgebaut und so würde so mancher Zeitzeuge (lol) wohl sein Haus wieder erkennen.

Wertung:

Grafik:  20/20
Sound: 18/20
Gameplay:      10/20    
Spielzeit: 18/20
Steuerung: 18/20


Gesamt:

 
Fazit:

Zusammenfassend betrachtet ist Assassins Creed ein von Grund auf solides Action Adventure, das Vieles neu und anders macht. Beispielsweise gab es noch in keinem Spiel zuvor so große Städte, es sei denn das Spiel heißt GTA. Grafisch ist das Spiel eine Klasse für sich und wird zumindest in der Konsolenwelt so schnell von keinem anderen Game getoppt. Der einzige negative Aspekt liegt im Gameplay, dieses ist zwar komplett neuartig, wiederholt sich aber ständig und wird spätestens nach der 3. von 9 Missionen extrem langweilig. Deshalb verdient das Spiel für mich keine 90% Wertung. Die Spielzeit hingegen liegt bei rund 15-30 Stunden was durchaus gut ist, allerdings wiederholt sich hier auch alles. Nichts desto Trotz: Assassins Creed ist gut, aber nicht sehr gut, jedoch für Action Adventure Fans und Gute-Grafik-Genießer ein Must Have.



 
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